Glossar
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A

Abschattung: Als Abschattung bezeichnet man die teilweise Verdeckung eines Spiegelteleskops durch einen weiteren Spiegel. Der Astronomische Fachbegriff für diesen Vorgang heißt Obstruktion. Der Grad der Abschattung kann mitunter mehr als 30 % betragen.


Achromat: Ist ein Linsenteleskop mit zwei Linsen im Objektiv. Bei beiden Linsen ist der Brechungsindex und Dispersion verschieden, dadurch werden die meisten Farbfehler aufgehoben. Apromaten sind heutzutage die weitverbreitesten Linsenteleskope.


Achromatisch: (auch farbenlos) Sind Fernrohre oder Linsengläser, die es Möglich machen, Gegenstände oder Objekte ohne farbige Ränder anzusehen. Solche Ränder beeinträchtigen oft die Deutlichkeit eines Bildes. Tritt oft bei älteren Fernrohrmodellen auf.


Amici-Prisma: Ein Amici-Prisma darf mit keinem weiteren Instrument, wie einer Umkehr-Linse oder einem Zenitprisma am Teleskop angewendet werden. Denn nur wenn keine weiteren Einflüsse mitbeteiligt sind, sorgt ein sogenanntes Amici-Prisma für ein seitenrichtiges Bild. Es gehört zur Gruppe der optischen Prismen und kann auch als Dachkantprisma (zwei rechtwinklig aufeinander stehende Teilflächen) bezeichnet werden.


APO: Kürzel für apochromatische Reflektoren bei denen Kontrast und Schärfe einer Abbildung verbessert werden.


Äquatoriale Montierung: (auch astronomische oder parallaktische Montierung genannt) Eine astronomische Montierung wird auf den Himmelspool ausgerichtet. Dabei ist die Rektaszensions-Achse parallel zur Erdachse. Während sich die zweite Achse, die Deklinationsachse 90° senkrecht zur Rektaszensionsachse befindet. Das Fernrohr kann so ausgeglichen werden, damit es bei geöffneter Arretierung immer stabil bleibt, egal welche Lage es einnimmt.


Asphärisch: Ein Spiegel mit ungleichmäßiger Wölbung, der von der Kugelgestalt abweicht. Fehler in einer Abbildung kann durch die große Zahl an Parametern verhindert werden.


Auflösung: Unter einer Auflösung versteht man die schwachen Einzelheiten, die sich noch mit einem Teleskop erkennen lassen. Eine Auflösung wird in Bogensekunden angegeben. Wie gut oder schlecht die Auflösung ist, kommt auf die Bauweise eines Teleskopes bzw. den Durchmesser der Optik an. Die Auflösung wird durch den Fangspiegel der Reflektoren reduziert.


Auflösungsvermögen: Bezeichnet die Unterscheidbarkeit von Strukturen, wie zum Beispiel den kleinsten noch sichtbaren Abstand zweier punktförmiger Objekte, wie zum Beispiel Planeten in der Astronomie


Autokollimation: ist ein sogenanntes Prüf- und Justier-Verfahren. Ein Lichtstrahl wird zweimal durch die optische Applikation gesendet. Fehler können mit diesem Verfahren doppelt so gut angezeigt werden, als sie es eigentlich sind.


Azimut: Bezeichnet einen nach Himmelsrichtungen ausgerichteten Horizontalwinkel. In der Astronomie bezeichnet das Azimut den Winkel zwischen Meridianebene und Vertikalebene.


Azimutale Koordinaten: Die Azimutalen Koordinaten bezeichnen ein Koordinatensystem welches auf dem Grundkreis des Beobachterhorizonts basiert.


Azimutale Montierung: (auch altazimutale Montierung genannt). Eine Azimutale Montierung hat eine horizontale /vertikale Stehachse, um die sich die komplette Anlage dreht. Die Rektaszensions-Achse zeigt in den Zenit und ist außerdem parallel zur Schwerkraftsrichtung. Die Rotation des Bildfeldes sollte bei einer fotografischen Aufnahme möglichst ausgeglichen werden.


B



Barlowlinse: Die Barlowlinse ist eine Linse, mit der die Brennweite eines Objektives und damit auch die Vergrößerung eines Teleskopes maximiert wird. Diese Linse wird in den Okularauszug gesteckt. Namensgeber ist der Erfinder Peter Barlow.


Bildfeldrotation: Die Bildfeldrotation ist ein, bei azimutal montierten Teleskopen auftretender Effekt, der beschreibt, dass beim Nachführen um beide Achsen des Teleskops der Himmelsausschnitt um die optische Achse des Teleskops rotiert. Dieser Effekt kann dazu führen, dass beispielsweise Sterne bei Fotografien als Strichspuren und nicht als Punkte abgebildet werden.


Bildfeld-Derotator: Gleicht den beschriebenen Effekt bei der Bildfeldrotation eines azimutal montieren Teleskops aus, indem die angeschlossene Kamera gedreht wird.


Bogenminute (oder auch Winkelminute genannt): Um Elemente am Himmel besser finden zu können wird in Winkelmaßen gerechnet. Die Bogenminute ist der sechzigste Teil eines Winkelgrades. Ein Vollwinkel hat 360 Grad und ein Grad besteht aus 360 Winkelminuten. Damit hat eine Winkelminute 1/60 = 0,1666...Grad.


Bogensekunde: Eine Bogensekunde, auch als Winkelsekunde bezeichnet entspricht dem 3600sten Teil eine Winkels. 60 Bogensekunden (ebenfalls ein Winkelmaß) ergeben eine Bogenminute. Die Bogensekunde ist wiederum der sechzigste Teil einer Bogenminute.


Brennweite: Der Abstand der Linsenmitte also der Spiegeloberfläche und dem Brennpunkt ist die Brennweite. Die Brennweite wird in mm angegeben. Sie entscheidet auch über die Abbildungsgröße auf dem Sensor.

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